Bereits die erste Station beeindruckte: das historische Wasserkraftwerk, dessen Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Hier erhielten die Jugendlichen spannende Einblicke in die Funktionsweise einer Francis-Turbine sowie in die Bedeutung von Rechenanlagen und Schleusen. Besonders interessant war dabei der sogenannte Fischaufstieg – eine Vorrichtung, die es Wasserlebewesen ermöglicht, das Kraftwerk gefahrlos zu passieren. So wurde deutlich, dass moderne Energiegewinnung immer auch ökologische Aspekte berücksichtigen muss.
Nach einem kurzen Fußweg erreichte die Gruppe das neuere Kraftwerk aus dem Jahr 2012. Dort stand die sogenannte Schneckenturbine im Mittelpunkt – eine besonders umweltfreundliche Technologie. Anders als herkömmliche Turbinen ist sie so konstruiert, dass Fische nicht verletzt werden. Doch nicht nur der ökologische Nutzen beeindruckte die Schüler, sondern auch die gewaltigen Wassermengen: Rund 8000 Liter Wasser pro Sekunde strömen durch die Anlage. Zum Vergleich: Ein Schwimmbecken mit etwa 40 Quadratmetern Fassungsvermögen wäre damit in nur fünf Sekunden gefüllt. Solche anschaulichen Beispiele machten die Dimensionen der Energiegewinnung greifbar.
Auch die Leistung der Wasserkraftwerke vor Ort wurde thematisiert. Die Schüler erfuhren, dass selbst kleinere Anlagen einen wichtigen Beitrag zur regionalen Stromversorgung leisten können – sauber, nachhaltig und zuverlässig. Damit wurde das im Unterricht behandelte Thema „Wasserkraft und regenerative Energien“ direkt erlebbar.
Neben den technischen Einblicken blieb auch Raum für Fragen und eigene Beobachtungen. Viele zeigten sich überrascht, wie effizient und gleichzeitig umweltschonend Wasserkraft genutzt werden kann. Der Schüler Georg meinte: „Es ist echt faszinierend zu sehen, wie sich die Schneckenschrauben und Generatoren bewegen und am Ende daraus Strom entsteht“ spiegelte das große Interesse der Gruppe wider.
Der Unterrichtsgang war damit weit mehr als ein Ausflug: Er verband Theorie und Praxis auf anschauliche Weise und vermittelte ein tieferes Verständnis für nachhaltige Energiegewinnung. Am Ende des Rundgangs wurden die Schüler mit einer ordentlichen Verpflegung versorgt. Mit vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen kehrte die Klasse schließlich zurück – und nahm ein Stück Zukunftswissen mit in den Schulalltag. Herzlichen Dank an Herrn Schießl für einen spannenden Tag, der gezeigt hat: Die Energie von morgen fließt vielleicht direkt vor unserer Haustür.
Texterstellung: Luca B., Elias S. (Klasse 8a)